Sehanforderungen

Windschutz

Zunächst sollte eine Brille, die man zum Motorradfahren nutzt, den Wind abhalten. Denn nur so kann man auch mit offenem Visier über einen längeren Zeitraum ohne Tränen in den Augen fahren. Viele Brillenfassungen sind hierfür nicht geeignet.
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Brille Ferne

Wer im normalen Alltag eine Brille benötigt, sollte auch eine spezielle Brille zum Motorradfahren haben. Generell gilt, dass man ab einer Sehschärfe von weniger als 70% in der Ferne eine Brille tragen muss. Diese Prozentzahl wird auch ermittelt, wenn man den Führerscheinsehtest macht. Brillenträger bis zu einem Alter von ca. 40 bis 45 Jahren können normalerweise in der Nähe gut lesen und benötigen nur die Fernbrille. Wird in diesem Fall beim Motorradfahren die Brille für die Ferne getragen, so können Instrumente, Navi und Karten gut gelesen werden.
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Brille Ferne und Nähe

Wird man älter, so wird „der Arm zu kurz“. Man muss den Arm immer weiter ausstrecken, um etwas lesen zu können. Irgendwann reicht das nicht mehr, und man muss sich eine Lesebrille besorgen.

Reine Lesebrille

Man benötigt eine reine Lesebrille, wenn man normalerweise für die Ferne keine Brille benötigt. Die Lesebrille unterstützt einen dann ausschließlich in der Nähe beim Lesen. In der Ferne kann man ja sowieso scharf sehen.
Der große Nachteil hierbei ist, dass diese Lesebrillen einen Schärfenbereich von ca. 30 bis 60 cm haben. Alles was weiter als 60 cm entfernt ist, wird unscharf gesehen. Man hat also nur zwei Möglichkeiten. Entweder man zieht die Brille ab und kann nicht mehr lesen, oder man zieht die Brille auf und kann in der Ferne nichts mehr erkennen. Zum Motorradfahren ist das Tragen solch einer Lesebrille daher nicht möglich. Aber ohne Brille werden die Instrumente,  Navi und vor allem die Karten nicht mehr erkannt. Wer kennt das nicht: Anhalten, Brille aufsetzen, Karte lesen, Brille absetzen, weiterfahren.

Brille mit Fern- und Nahwerten

Solche Brillen kennt man unter dem Namen Gleitsichtbrille. Sie kombinieren die Fernwerte im oberen Bereich des Glases mit den Nahwerten in dem unteren Bereich des Glases. Bei einer Gleitsichtbrille ist der Übergang von der Ferne zur Nähe fließend.
Wer eine Gleitsichtbrille trägt, weiß, dass diese Brille für den „normalen“ Alltag sehr gut ist. Beim Fahren mit dem  Motorrad kann es Probleme geben, denn die Gläser werden für den täglichen Gebrauch so eingeschliffen, dass man im Alltag möglichst effektiv damit umgehen kann. Beim Motorradfahren sind die Arbeitsabstände, in denen man scharf sehen möchte, anders verteilt.  Man müsste also, mit seiner „normalen“ Gleitsichtbrille ständig den Kopf auf und ab bewegen, um Straße, Instrumente, Navi oder Karten scharf zu sehen.
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Arbeitsabstände

Arbeitsabstände in der sitzenden Position
liegend_frei_klein_pfeil
Arbeitsabstände in der liegenden Position

Nutzt man eine Lesebrille oder eine Gleitsichtbrille im Alltag, so geht man davon aus, dass man in ca. 30 cm lesen möchte. Die ganze Geometrie des Glases ist also auf diesen Abstand ausgerichtet. Beim Motorradfahren benötigt man diesen Abstand nur, wenn man die Karte genau lesen will, oder bei seinem Navi ein neues Ziel eingibt. Dies sind vielleicht 3% der ganzen Tour. 97% der Tour will man die Straße, die Instrumente oder das Navi scharf sehen.
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Fassungstyp

Die meisten Fassungen, die verkauft werden, sollen gut aussehen. Gerade in letzter Zeit ist der Retro-Style wieder aktuell: Auffällige Kunststofffassungen mit breiten Bügeln. Oder man trägt sehr leichte Fassungen, die ohne Rand geschraubt sind. Beide Fassungstypen machen Probleme, da sie entweder zu schnell verbiegen oder nicht druckfrei unter dem Helm passen. Eine nicht passende Fassung verdreht sich, wenn man den Kopf nach rechts oder links bewegt. Das ist nicht nur nervig, sondern bedingt auch eine Änderung der Sehschärfe wie oben beschrieben. Wer kennt das nicht: Man fährt eine Serpentine an und verdreht den Kopf, um den Kurvenausgang zu sehen. Der Helm und die Brille verschieben sich, und der Kurvenausgang kann nur noch erahnt werden.
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Sonnenschutz

Es gibt viele Sonnenbrillen für Motorradfahrer. Wenn man mit solch einer Brille gut klar kommt, gut aussieht und sich wohlfühlt, ist dies durchaus ok. Achte nur darauf, dass die Gläser aus Kunststoff sind, fest sitzen, einen UV-Schutz und ein CE-Zeichen haben. Wenn Du mineralische Brillengläser nutzt, achte darauf, dass diese Gläser gehärtet sind.
Allerdings musst Du auf gefertigte Brillen zurückgreifen, wenn Sie auch im normalen Leben eine Brille trägst. In diesem Fall kann man deutlich bessere Tönungen nutzen. Diese Tönungen erhöhen den Kontrast und machen die Welt einfach heller. Eine Regenwand am Horizont sieht nicht mehr so schlimm aus, (nutzt zwar nichts, aber man bleibt länger optimistisch) oder ein leicht bewölkter Himmel sieht kontrastreicher und freundlicher aus. Berge am Horizont erscheinen plastischer, und die Vorfreude wird dadurch erhöht. Viele unserer Kunden sprechen in diesem Zusammenhang von „Happy Brills“.
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